Kurioses
Unsinnigste Äußerung 2003
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat eine britische Auszeichnung für die unsinnigste Äußerung des Jahres bekommen. Die prämierte Bemerkung fiel während einer Pressekonferenz und lautete: "Berichte, die sagen, dass etwas nicht passiert ist, finde ich immer interessant, denn wie wir wissen, gibt es Bekanntes, das bekannt ist. Es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekanntermaßen Unbekantes gibt. Das heißt, wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unbekanntes das unbekannt ist - das, wovon wir nicht wissen, dass wir es nicht wissen." Der satirische Preis wird von der "Plain English Campain" (Auf gut Englisch gesagt) vergeben, die sich für eine klare Ausdrucksweise von Politikern, Firmen und Behörden einsetzt.
(Quelle: Nassauer Tageblatt vom 03.12.2003, Seite 2)
Zitate aus der FH
- "Männer denken bekanntlich mit einem Körperteil, dass eigentlich nicht dafür gedacht ist." (Prof. Löffler)
- "Bogenmaß ist das, was Sie damals schon nicht verstanden haben." (Prof. Löffler)
- "Wir werden noch auf einige Schwierigkeiten tauchen." (Prof. Löffler)
- "Haben Sie schon mal was von Chaostheorie gehört? Ich meine jetzt nicht Ihr Arbeitszimmer. Das ist Chaospraxis." (Prof. Löffler)
- "Das Chaos beginnt mit den komplexen Zahlen." (Prof. Löffler)
- "Suffix ist nicht der kleine Säufer von Asterix." (Prof. Löffler)
- Prof. Löffler braucht einige Versuche bis er etwas richtig eingetippt hat. Als verhaltenes Gelächter aufkommt sagt er: "Lachen Sie nicht! Heute ist Montag und wir haben acht Kneipen im Dorf."
- "Wenn Sie wissen wollen, was Autorität ist: Ich bin zum Beispiel eine." (Prof. Löffler)
- Prof. Renz schaut während der Vorlesung auf die Uhr und fragt dann: "Wie lang' geht denn der Spaß hier eigentlich?"
- "Jetzt ist das Dumme, das ist ja alles wunderbar." (Prof. Renz)
- Zustände beim Telefonieren: "Das gegnerische Telefon ist frei." (Prof. Renz)
- "Wasserschaden ist meist genauso teuer wie Feuerschaden, nur teurer!" (Prof. Schmitt)
- 5 + 2 = 8 for extremly large values of 2
- "Das taucht in der Klausur nicht vor." (Prof. Löffler)
- "Mit fortschreitendem Studium nimmt die Verpeiltheit zu." (M.Peter)
- "Die reellen Zahlen sind viel zu viele! Nehmen wir die natürlichen Zahlen." (Prof. Löffler)
- "Eine Frage, die Sie sich klären sollen." (Unbekannt)
- Als Antwort auf eine Frage: "Nicht, dass ich glaube." (Prof. Löffler)
- "Die Flasche ist per Definition offen." (Prof. Igler)
- "Wenn man eine Summe durchführt..." (Prof. Eichner)
- "Aufgrund meines akademischen Grades habe ich das Recht der Definition." (Unbekannter Prof.)
- Es gibt zwei Möglichkeiten wie ein Tupel geschrieben wird, nämlich (p,q) oder p|q. Prof. Loefflers Kommentar hierzu: "Wie ich das schreibe, ist eine Frage der Evolution."
- Prof. Eichner schreibt irgendetwas fehlerhaftes an die Tafel. Als eine Beschwerde aus dem Publikum kommt, dreht er sich breit grinsend um und sagt: "Ich hab' meine Scheine ja Gott sei Dank schon..."
- "Das ist eine ganz dritte Geschichte." (Prof. Eichner)
- "Wenn man sich den Code ansieht, hat man zweifelsfrei nach kurzer Zeit einen Gehirnverzwirrer." (Prof. Renz zum Taschenrechner in Windows)
- "Heute haben wir internationalen Terrorismus, früher hatten wir unseren eigenen." (Prof. Klement)
- "Die Anzahl der geraden Einsen..." (Prof. Eichner)
- "Sie können berühmt werden, wenn Sie irgendeinen Scheiß schreiben und dann schnell sterben." (Prof. Löffler, als er über Fermat redete)
- "Das ist alles relativ simpler Quatsch!" (Prof. Löffler über seinen Unterrichtsstoff...)
- Als Stühle zurückgebracht werden, sagt Prof. Letschert: "Wir bringen nur Stühle zurück.", was ein Student mit den Worten "Quasi Stuhlgang" kommentiert...
- "Donnerstags ist im Sommersemester die Äpple-Woi-Schwelle sehr niedrig..." (Prof. Löffler)
- "Leicht vegetarisch" bedeutet wohl soviel wie: "Ich hab auch schon mal Gemüse gegessen."
- "Die dummen Fragen sind mir die Liebsten, denn die kann ich sofort beantworten." (Prof. Löffler)
- "Darf ich das Fenster öffnen? Wenn es Ihnen zu kalt wird, können Sie sich ja eine Jacke anziehen." (Prof. Letschert)
- "Ein Stundenplan ist ein Zettel, auf dem irgendwas steht, was eventuell stimmt." (Prof. Letschert)
- Bei starkem Regen bleibt Prof. Letschert bei einem Blick aus dem Fenster wie angewurzelt stehen und meint: "Ich glaub die spinnen!"
- Als das Licht in F305 teilweise ausfällt, kommentiert Letschert das mit den Worten: "Oh - Einstürzender Altbau..."
- Bei Gewitter: "Letschert, ich wusste es, Gott wird irgendwann dich strafen." (Prof. Letscher)
Deutsch
"Als wir uns das erste Mal unterhalten haben, habe ich fast nichts verstanden",
hat mir kürzlich ein Bekannter aus Spanien gesagt, der jetzt in Deutschland
lebt. Kein Wunder - wir Deutsche verstehen uns manchmal selbst nicht: Wer
beispielsweise in Hessen ein "Alsterwasser" bestellt, erntet fragende Blicke. Das
Biermixgetränk kennt man hier nämlich unter "Radler". Und wer in Köln
ein "Altbier" ordert, fliegt direkt aus der Kneipe. Unsere "Kräppel" wiederum
heißen in Kiel "Berliner" und in Berlin heißen die "Berliner"
"Pfannkuchen". Und was man sonst in Deutschland so unter "Pfannkuchen" versteht,
ist in Berlin ein "Eierkuchen". Da verstehe noch einer die Deutschen.
(Quelle: Nassauer Tageblatt vom 04.03.2005, Seite 14)
Stau
von Peter Richter
Auf der Autobahn lege ich den Rückwärtsgang ein, wenn ich ein bißchen Musik will. Das Autoradio habe ich vor zwei Stunden aus dem Fenster geworfen. Es brachte nur Müll, sah aus wie eine Dorfdisko und müßte jetzt ein paar Meter weiter hinten neben der Leitplanke liegen. Statt dessen lasse ich die Einparkhilfe für mich piepen. Je näher da Auto hinter mir heranrückt, desto häufiger piept sie, und zum Abschluss einer dramatischen Steigerung gibt sie einen Dauerton von sich. "Ein Auffahrunfall käme jetzt dem erlösenden Einsatz einer Bassdrum gleich", sage ich in das erschrockene Gesicht meiner Beifahrerin hinen. Ich habe nämlich die Frau aus dem Navigationssystem vorübergehend ausgetauscht gegen eine aus Fleich und Blut: deren Äußerungen sind zwar ebenfalls sehr unzuverlässig, aber sie klingen charmanter. Außerdem liefert das Auto auch ohne die Anne-Clark-artige Navigationsstimme mehr Elektrosounds als ein Technoclub. Wenn man zum Beispiel gleichzeitig den Rückwärtsgang einlegt, das Licht einschaltet, die Tür öffnet und bei laufendem Motor den Gurt nicht gürtet, haut es einem dermaßen viele Warntöne um die Ohren, dass man meint, man wär' auf der Mayday.
Meine Beifahrerin schaut mitleidig. Ich schaue wehleidig. Um mich herum das ganze niederländische Volk. Wozu brauche ich einen Sicherheitsgurt? Wozu braucht mein Auto Räder? Wozu braucht die Welt Campingfreunde mit gelben Kennzeichen?
Die Beifahrerin legt die Füße hoch. "Das Armaturenbrett ist keine Fußablage", sage ich müde. "Und das Handschuhfach hält von alleine, man muss nicht dagegentreten." Jeden Sommer werden so viele Frauenfüße auf dem Armaturenbrett abgelegt, dass man Angst haben muss, sie kommen einem im Winter alle wieder entgegengepustet, wenn man zum Enteisen der Frontscheibe das erste Mal das Gebläse einschaltet. Es sieht auch nicht schön aus, sondern zwangsläufig plattfüßig. Trotzdem machen es alle. Die Holländerinnen auch. In allen Autos das gleiche Bild: die Frauen liegen da wie beim Zahnarzt und die Männer beißen ins Lenkrad. Meins habe ich inzwischen fast aufgegessen. Die Beifahrerin flötet mit Barfußlächeln, dass mir noch so viele PS jetzt nicht hülfen. "Doch", schreie ich: es müssten nur so viele sein, dass man damit alle anderen Autos vor sich her schieben kann - und wenn ich das Radio nicht rausgerissen hätte, würde ich im übrigen jetzt gern die CD mit den Maschienengewehrgeräuschen einlegen, die mir ein Freund aus dem Schallarchiv eines Rundfunksenders zusammengestellt hat. Denn das Unerträglichste an einem Stau, unerträglicher als die Holländer und unerträglicher als die eigene Ungeduld, das ist diese elende Geduld all der anderen.
(Quelle: Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung vom 27.07.2003, Seite 24)
Der Verlobungsring
Der Verlobungsring wird "im Allgemeinen zur Unterscheidung von Verheirateten an der linken Hand getragen, also dort, wo fast überall auf der Welt - nur nicht bei uns - der Trauring getragen wird."
(Quelle: Der neue Knigge, Seite 259)
Der Käse
Das ist der Käse, den die Ratte, die die Katze, die der Hund jagte, biss, fraß.
(Minsky)