Empathie - Forschungsprojekt an der THM

Empathie ist eine Schlüsselkompetenz für erfolgreiche Zusammenarbeit, Führung und Kundenorientierung. An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) untersuchen wir, wie Empathie wissenschaftlich erfasst (gemessen), trainiert und in Studium sowie Berufspraxis wirksam umgesetzt werden kann. 

Die Ergebnisse unseres Forschungsprojekts sind im April 2026 im im Springer-Verlag unter dem Titel "Empathie in der Führung: Wie Sie Vertrauen aufbauen und Beziehungen stärken" (ISBN 3658506334). 

Forschungsprojekt Empathie an der THM

Wissenschaftliche Perspektive auf Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, Gefühle, Gedanken und Absichten anderer präzise zu erkennen und angemessen zu berücksichtigen. Wissenschaftlich belegt ist ihr Nutzen: Sie fördert Teamleistung, erleichtert konstruktive Konfliktlösung, steigert Führungswirksamkeit und stabilisiert Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden.

An der THM betrachten wir Empathie interdisziplinär – mit Bezügen zu Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Management und Organisationsentwicklung – und entwickeln Methoden, die sich in Ausbildung und Beruf unmittelbar anwenden lassen.

Empathie im Kontext emotionaler Intelligenz

Empathie ist eine zentrale Voraussetzung für den Umgang mit sozialen und emotionalen Situationen. Sie beschreibt die Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und nachzuvollziehen. Für sich allein erklärt Empathie jedoch noch nicht, wie Menschen mit diesen emotionalen Informationen weiter umgehen.


In neueren kompetenzorientierten Ansätzen wird Empathie daher als Teilbereich emotionaler Intelligenz verstanden. Emotionale Intelligenz umfasst darüber hinaus das Verstehen emotionaler Ursachen, die Antizipation emotionaler Folgen sowie die gezielte Steuerung von Emotionen – bei sich selbst und im sozialen Umfeld.

Eine ausführliche, empirisch fundierte Einordnung emotionaler Intelligenz im Vergleich zu Persönlichkeit und kognitiver Intelligenz findet sich auf der Seite 

Emotionale Intelligenz – Definition, Bedeutung und Praxis

Umsetzung am Institut für Management‑Innovation

Das Institut für Management-Innovation (Spin-off der THM) setzt das Forschungsprojekt operativ um und sorgt für den Praxistransfer. Es entwickelt empirisch geprüfte Instrumente, führt Studien mit Studierenden sowie Fach- und Führungskräften durch und konzipiert praxistaugliche Trainingsansätze. Ziel ist es, Forschung in konkrete Wirkung zu übersetzen – durch Diagnose, Entwicklung und Anwendung von Empathie-Kompetenzen, die messbar zu besserer Zusammenarbeit und wirksamer Führung beitragen.

Weiterführende Informationen: Der Gießener Empathie-Test (GET)

Detaillierte Erläuterungen zu emotionaler, kognitiver und sozialer Empathie, aktuelle Forschungsergebnisse sowie ein wissenschaftlich fundierter Online-Test zur Messung dieser Schlüsselkompetenz – damit Empathie nicht zur Worthülse wird – finden Sie hier:

Über den Autor

Prof. Dr. Waldemar Pelz ist Professor für Internationales Management der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Seit über 20 Jahren forscht er zu den Themen Führung, Empathie und Managementdiagnostik. Seine Arbeiten wurden in Fachzeitschriften, Büchern und auf wissenschaftlichen Konferenzen veröffentlicht.

Eine Übersicht weiterer Publikationen, Vorträge, Studien, Interviews und Präsentationen finden Sie auf der Seite „Publikationen“ des Instituts für Management-Innovation.