Orangensaft ist ein Fruchtsaft, der durch Auspressen von Orangen hergestellt wird. Umgangssprachlich wird er oft als O-Saft bezeichnet und seltener, auch auf Verpackungen, als Apfelsinensaft. Laut Fruchtsaft-Verordnung darf als Saft nur ein solches Getränk bezeichnet werden, das zu 100 % aus dem Fruchtsaft und Fruchtfleisch der entsprechenden Früchte stammt. Jedoch darf unter Umständen dem Saft Zucker zugesetzt werden (s. u.) und bei der Herstellung aus Konzentrat wird durch Zusatz von Trinkwasser die Ursprungskonzentration von 100 % wieder hergestellt. Der Orangennektar und das Orangensaftgetränk sind verdünnte Zubereitungen, die aus Anteilen von Orangensaft, Wasser und z.T. weiteren Zutaten wie Zucker bestehen. Handelsübliche Orangensäfte werden aus Konzentrat oder als Direktsaft hergestellt. Bei der Herstellung von Orangensaftkonzentrat werden zunächst die leicht flüchtigen Aromen aus dem Saft extrahiert. Danach wird der Orangensaft auf ein Siebtel des Gewichts eingedampft (siehe Sirup). Dann werden die Aromen wieder hinzugefügt. Für Lagerung und Transport wird das Konzentrat eingefroren (gehandelt wird „frozen concentrated orange juice“, FCOJ). Dieses Herstellungsverfahren führt zu einem Vitaminverlust. Orangensaft muss frei von jeglichen Zusätzen wie Farbstoffen oder Konservierungsstoffen sein. Pro Liter Fruchtsaft dürfen jedoch nach der Fruchtsaft-Verordnung bis zu 15 Gramm Zucker zugesetzt werden, wenn die Ausgangsfrüchte einen wetterbedingten Mangel an Zucker aufweisen. Diese sogenannte Korrekturzuckerung muss nicht im Zutatenverzeichnis angegeben werden.Deshalb ist der Vermerk „Ohne Zuckerzusatz“ nicht überflüssig. Mit 1,25 Millionen Tonnen Orangensaftkonzentrat ist Brasilien der mit Abstand größte Exporteur von Orangensaftkonzentrat. Von 2004 bis 2006 verdreifachte sich der Preis für gefrorenes Orangensaftkonzentrat. Durch die Wirbelstürme in Florida wurde ein Großteil der Ernte vernichtet und die USA mussten den Anteil an importiertem Konzentrat und NFC aus Brasilien wesentlich erhöhen. Größter Importeur ist die Europäische Union, die etwa drei Viertel der Exporte aufnimmt (Stand 2012-Wikipedia)