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Willkommen in Diyarbakir

Diyarbakir - Stadt der Kontraste

Lange Mauer, enge Gassen, große Armut, starker Wille

Diyarbakir ist geprägt von extremen Kontrasten und beschert dem Besucher ein Wechselbad der Gefühle. Triste, graue Vorstädte, wo die Menschen in ärmlichen Verhältnissen leben müssen, auf der einen Seite, schicke Mega-Einkaufs-Center mit Nobel- Boutiquen und modernen Supermärkten unter schweizer Altstadtgasse in Diyarbakir Marke auf der anderen. Des weiteren eine kulturell, geschichtlich und architektonisch bemerkenswerte Altstadt. Auf den ersten Blick macht sich die Stadt schön für die Kamera, auf den zweiten, genaueren Blick aber fällt die extreme Armut und die stellenweise desolate Infrastruktur ins Auge. Schließlich herrscht in der südostanatolischen Stadt eine politisch wie gesellschaftlich spannungsgeladene Atmosphäre.

Geschichte

Bis in die Zeit der Churriter, um 3000 v. Chr. reicht die Geschichte der Stadt zurück, die in der Folge von Urartäern, Assyrern und Persern besiedelt war. Die Römer machten 115 n. Chr. aus Amida, wie Diyarbakir zu jener Zeit hieß, zur Hauptstadt der Provinz Mesopotamien. Die Byzantiner mussten die Stadt gegen Angriffe der Sassaniden verteidigen. In dieser Zeit um 349 n. Chr. ließ deshalb Kaiser Konstantin die Stadtmauer als Befestigung erbauen. 636 eroberten die Araber Amida, und mehrere Stämme hatten das Sagen: Omaijaden, Abassiden, Marwaniden und auch ein Stamm namens Beni Bakr. Sie gaben der Stadt ihren heutigen Namen: Diyar-Bakir, was soviel wie Land der Bakr bedeutet.

Geographische Lage

Diyarbakir liegt in einem recht flachen Basaltplateau westlich des oberen Tigris (Dicle) am Schnittpunkt wichtiger Haupthandelsrouten, die Anatolien mit dem Iran, dem Persischen Golf und Mesopotamien verbinden. Aufgrund von künstlicher Bewässerung und mit Hilfe mehrerer Staudämme zwischen Euphrat und Tigris ist die Umgebung der Stadt trotz des heißen und trockenen Klimas recht fruchtbar. Hier ist seit gut 15 Jahren eine intensivere Landwirtschaft als zuvor möglich, heißt es in einem Faltblatt der Stadt. Das Land soll zu großen Teilen in Besitz von Clans sein. Getreide, Baumwolle und Tabak und vor allem Melonen werden angebaut. Die Mega-Melonen von bis bis zu 50 und mehr Kilogramm gelten als das heimliche Wahrzeichen von Diyarbakir. Ihnen ist an einer der Ausfallstraßen ein Denkmal gewidmet.